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Kambodscha

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Teil 2
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Fahrt nach Angkor

Drei Wege eröffnen sich dem Touristen, wenn er/sie von Phnom Penh nach Angkor möchte: per Flugzeug, per Boot den Tonle Sap hoch, oder man nimmt den Landweg.

Auf unserer ersten Tour 1996 war der Landweg gesperrt, da die Roten Khmer noch einen großen Teil des Landes kontrollierten.

Seinerzeit sind wir mit dem Speedboat dorthin gelangt. Diesmal wollten wir den Weg per Motorrad zurück legen. Unsere Maschinen, die wir uns für den Tag geliehen hatten, machten einen guten Eindruck und wir wollten es wagen, mit den Enduros nach Siem Reap, als Ausgangspunkt für Besichtigungen des Tempelkomplexes, zu fahren.

Sturzhelme oder Motorradkleidung mit Protektoren gibt es (natürlich) nicht zu leihen. Ein entsprechendes Vorhaben ist dementsprechend gefährlich und vom Sicherheitsaspekt her bedenklich. Da wir allerdings nicht dorthin "rasen" wollten und eher recht "gemütlich" per Zweirad das Land kennenlernen wollten, schien es uns ein "kalkulierbares" Risiko zu sein. Unsere Sorgen galten eher den Maschinen, da man auf dem Land wohl kaum an Ersatzteile herankommen würde und sich so unser Trip schwierig gestalten könnte.

Eine Straßenkarte hatten wir nicht. Wir gingen davon aus, dass es nicht all zu viele Straßen geben würde und man sich so wohl kaum verfahren könnte. Den großen Rucksack auf dem Rücken, den kleinen vor die Brust geschnallt starteten wir vormittags in Phnom Penh Richtung Nordwesten.

Bis Udong ging es auf der Straße auch noch recht lebhaft zu. Erst ab Skun wurde die Besiedelung immer geringer und man kam in das ländliche Kambodscha hinein. Die Straße war noch asphaltiert und ok. Immer wieder stieß man auf Tafeln, auf denen man lesen konnte, dass europäische Länder und insbesondere auch Deutschland den Straßenbau gefördert hatten. So kamen wir bis Kompong Thom recht zügig voran.

Trotzdem wir den Fahrtwind "genießen" konnten, hielten wir gelegentlich an, um etwas zu trinken. Als Touristen waren wir in diesen Gegenden natürlich eine absolute "Attraktion". Zunächst der ungläubige Blick der Restaurantbetreiber, dass zwei Motorräder anhielten und fremd aussehende Männer abstiegen. Und dann kamen die zwei auch noch schnurstracks auf die Leute zu ..., für viele war das etwas, was sie noch nie zuvor gesehen hatten. Während wir da saßen und kaltes Wasser genossen, wurden zumeist die Verwandten gerufen: den Anblick sollten sie sich nicht entgehen lassen ...


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