Marokko - Tour Oktober 2003
 
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„Hello my friend …“ - Schlepper, Guides, etc. sind doch die besten Freunde

Um es vorweg zu nehmen: wir hatten weitaus schlimmeres befürchtet. Diejenigen, die schon einige „Abenteuertouren“ gemacht haben können es nachempfinden: man kommt aus dem Bus/Zug raus und wird von einem „Empfangskomitee“ erwartet: ein Duzend Leute, zumeist Männer, stürzen sich auf Dich und alle rufen Dir gleichzeitig die typischen fragmentarischen Sätze zu: „Hotel, Hotel, billig, billig!“. Einige versuchen schon, Deinen Rucksack zu nehmen, die Leute in den hinteren Reihen versuchen sich vorzukämpfen, damit Du die gleichlautenden Phrasen auch nochmals von Ihnen zu hören bekommst, … - es herrscht schon ein stückweit Chaos.

An den touristischen „Treffpunkten“ wird man laufend angelabert. „Haschisch, Haschisch?!“. Hört sich je nach Aussprache bald an wie „Hatschi“ und wir brachten regelmäßig den Spruch „Gesundheit! Da gibt’s doch auch was von Ratiopharm!“. Der "Gag" wurde aber von den meisten „Anbietern“ nicht verstanden..., na ja, wir hatten jedenfalls unseren Spass dabei!

Nachdem man das Angebot dankend abgelehnt hat, stellt man fest, dass die Angebotspalette noch weiter geht: „You want girls?“ – „No thank you, I don´t like girls!“. War natürlich die falsche Antwort denn prompt bekommt man die nächste Frage gestellt: „You want boys?“ – „No thank you. Don´t like boys either“. So zieht sich der Fragenkatalog weiter, bis der „Verkäufer“ aufgibt oder man eine „Notbremse“ zieht: ein schallender Ruf in die Umgebung „No, I don´t want drugs!“ sorgt bei einer „belebten“ Umgebung z.B. in Fußgängerzonen oder touristischen Einrichtungen prompt dafür, dass der ungebetene „Freund“ schnell das Weite sucht.

Hartnäckige „Guides“ bei Medinaspaziergängen oder Marktbesuchen, die sich partout nicht abschütteln lassen, sind auch gang und gäbe. Wir haben festgestellt, dass wenn die „üblichen“ Methoden nicht greifen, folgende Taktik manchmal funktioniert: erzähl Ihnen, dass Dir Marokko überhaupt nicht gefällt, ganz und gar nicht und das es in Ägypten viel, viel schöner war, weshalb Du den nächsten Urlaub gerne wieder am Roten Meer verbringen möchtest! Es hat uns zumindest auf dem Markt in Rissani geholfen, dass unser „Begleiter“ beleidigt abzog und nicht weiter wie eine Klette an uns hing, um uns bei diversen Ständen „hilfreich“ zu erklären, dass die Bananenstauden vor einem auch wirklich Bananen sind…

Insgesamt haben sich die Schlepper, Verkäufer, Guides, etc. zurückgehalten. Klar, man wird in den touristischen Orten angequatscht, teils recht hartnäckig, teils weniger. Das sind aber die „typischen“ Begleiterscheinungen bei „Individualtouristen“, die man einfach ertragen bzw. abwimmeln muss. Habe in anderen Ländern schon deutlich heftigeres erlebt als in Marokko!