Tunesien - Tour April/Mai 2004

www.rettet-klaus.de 

Zurück zu den Reiseberichten


..Tunesien - Startseite

..Intro
 

..Anfahrt
 
..Sbeitla
 
..Douz
 
..Ghilane
 
..Tataouine
 
..Matmata
 
..Tozeur
 
..El Kef
 
..Tabarka
 
..Infos


..

 

Douz


Gunter zog es zum Campingplatz, Marcus und ich gingen auf Hotelsuche. Wir schauten uns zunächst das Essada an. Na ja, fiel eher in die Kategorie "Hasenstall" mit Flurdusche und Flur-WC. Nun ja, was will man auch für 5 TD erwarten? Man bot uns an, die Mopeds in der Garage zu parken. Allein, um dort hinein zu kommen, hätten wir aber 3 sehr hohe Stufen hinauf gemußt. Mit hochfahren war nix, da man im Notfall mit den Füßen keinen Boden mehr gefunden hätte und schieben war eigentlich aufgrund der Treppenhöhe auch nicht drin. Wir schauten uns deshalb erstmal weiter um. Im Hotel 20 Mars wurden wir fündig: das neu renovierte Hotel hatte schöne Zimmer, einen netten Innenhof, in dem wir die Bikes parken konnten, und das zu einem guten Preis: DZ mit Bad/WC und Frühstück zu 20 TD. Es sollte für die nächsten Tage unser "Basislager" werden. Ein Internetcafe ist nur ein paar Schritte entfernt.


Am nächsten Morgen hieß es erstmal ausschlafen, nach dem Frühstück dann zum Frisör gegangen (3 TD pro Nase), um 11 haben wir uns dann mit Gunter getroffen, mit dem wir heute eine Tour durch die Gegend machen wollten. Nachdem wir getankt und den Reifendruck kontrolliert hatten, ging es Richtung Südwesten. Gunter war schon mal hier und wollte uns zu einer Stelle führen, an der man sich an Offroadfahren erst mal wieder gewöhnen konnte.

Nachdem wir die Palmengärten hinter uns gelassen hatten, erreichten wir nach rd. 20 Km offenes Gelände. Nachdem wir Luft abgelassen hatten, ging es dann los. Erst mal auf festerem Boden wieder ein bischen hin und her bracken, Kurvenfahrten üben und mal schauen, wie es denn mit dem Driften so klappte. Ging nach einer kurzen Eingewöhnung schon ganz gut. Also schon auch mal ausprobiert, wie es in den weichsandigeren Stellen so ging. Nun ja, meistens auch schon ganz gut, mal von den Stellen abgesehen, an denen wir uns prompt eingegraben hatten. Wir wollten uns halt nur vergewissern, dass Geschwindigkeit eben doch die halbe Miete ist ...

Ein paar kleine Videos dazu

Video 1           Video 2           Video 3

(Zum Abspielen DSL oder ähnlich schnelles erforderlich, Videos kodiert mit MS Media 7, 320*240, 384 Kbit/s)

Wir fuhren dann Richtung Norden weiter duch mehr oder weniger versandetes Gelände. War zwar nicht immer einfach, aufrecht auf der Kiste zu bleiben, es hat aber vor allen Dingen Spaß gemacht, sich durch den Sand zu wühlen und schon mal die ersten kleineren Dünen zu nehmen - naja, oder sich dort mal wieder einzusanden, oder umzufallen, manchmal auch beides ...

Nach einiger Zeit kamen wir zu einer größeren Düne, die von links nach rechts ziehend immer höher wurde. Ok, wenig heldenhaft haben wir uns erstmal mit dem niedrigeren linken Teil beschäftigt. Das klappte erst soweit auch ganz gut, bis wir feststellten, dass oben nach dem Aufstieg eine Reihe von Stellen mit Weichsand waren, in denen man sich wunderbar festfahren konnte. Letzteres mußten wir natürlich auch umgehend ausprobieren. Dann hieß es wieder, die Kisten aus dem Sand bzw. Staub heraus zu heben. Bei den Temperaturen, die mittlerweile herrschten, eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit. Zumal unsere Kisten nun auch nicht zu den "Leichtfüsslern" gehören. Kommt natürlich noch hinzu, dass man dann auch feststellt, dass man zunächst nur die Federung nach oben zieht, das Rad bewegt sich dabei noch keinen Zentimeter aus dem Sand heraus. Hört sich zwar jetzt ein bischen nach jammern an, letztendlich gehört das aber zu Offroadfahren dazu und ich möchte wetten, dass jeder, der mit seiner Kiste irgendwann mal ins Gelände gegangen ist, diese Erfahrung auch gemacht hat. Also alles "ganz normal" und "dramatisch" war das ganze auch nicht. Schließlich möchte man ja auch was erleben.

Ein paar kleine Videos dazu

Video 1          Video 2          Video 3          Video 4

Video 5         Video 6

(Zum Abspielen DSL oder ähnlich schnelles erforderlich, Videos kodiert mit MS Media 7, 320*240, 384 Kbit/s)


Wir schauten uns noch weiter die Gegend an, sahen zu, dass wir mit den Mopeds fuhren und nicht umgekehrt und fuhren gegen Abend dann nach Douz zurück.

Am nächsten Tag stand die "Brunnentour" auf dem Programm. Gunter hatte noch eine Wegbeschreibung zu zwei Brunnen südwestlich von Douz, die in unserem 98er Reise-Know-How nicht enhalten war. Wir hatten zwar keine GPS Koordinaten für die Tour, wollten aber dennoch mal schauen, ob wir nicht zumindest den ersten Brunnen finden könnten.

Zunächst war aber noch Marktbesuch angesagt. Donnerstags ist Markttag. Wir haben einen Bummel gemacht. Ok, so pralle ist der Markt nun nicht, da habe ich schon ganz andere gesehen, aber er war "ganz nett". Interessanter ist da schon der Viehmarkt in der Nähe des Campingplatzes, nun ja, die dort gehandelten Tiere würden dies ganz anders sehen. Zahlreiche Ziegen und Esel werden dort von den Einheimischen angeboten und wir blieben dort längere Zeit, um alles zu beobachten. Fotografieren bzw. filmen war im übrigen kein Problem, was in muslimisch geprägten Ländern nun ja nicht immer selbstverständlich ist.

Video Viehmarkt in Douz

Video 1

(Zum Abspielen DSL oder ähnlich schnelles erforderlich, Videos kodiert mit MS Media 7, 320*240, 384 Kbit/s)


Nach dem Marktbesuch brachen wir auf und fuhren zunächst bis El Faouar. Wir sind natürlich sofort viel zu weit gefahren und mußten ein paar Meter wieder zurück. Wir kamen zu einem Kilometerstein (Faouar 5Km), gleich danach sind wir rechts in südliche Richtung auf eine kleine Piste abgebogen (N3322734, E00837479). Diese ist zunächst noch sehr einfach zu befahren. Zunehmend trifft man dann auf Sandbereiche. Bei N3321085, E00836811 haben wir einen Umfaller als Anlass für eine kurze Pause genutzt. Wir kamen dann an einem Wassertümpel bei N3319689, E00835239 vorbei und fuhren anschließend durch ein Schott bei N3316049, E0083371, das sich aber sehr einfach durchqueren ließ. Den ersten Brunnen erreichten wir bei N3313855, E00833228. Dort legten wir eine weitere Pause ein und ließen unsere Füße im Wasser abkühlen.


Zusammen mit Gunter fuhr ich noch die 6 Km bis zu einem Dünengebiet (N3311105, E00833841). Die Fahrt dorthin war überwiegend unkompliziert, bis auf das letzte Schott. Die tiefe Furche, die ein Fahrzeug dort gezogen hatte, warnte uns, dass es unter der trockenen Oberfläche noch ziemlich feucht war. Mit röhrender Maschine bahnte sich meine BMW einen Weg durch das Schott und ich dachte nur, viel tiefer darf sich die Kiste nicht in den Untergrund reindrücken, sonst hab´ich ein "klitzekleines" Problem.


Es ging aber gut, weder Gunter mit seiner Twin noch ich haben uns bei dem Teilstück festgefahren. Das sollte sich bei den Dünen natürlich sehr schnell wieder ändern. Nachdem wir die Kisten einige Male wieder freigehoben hatten und alle Fotos im Kasten waren, fuhren wir wieder zurück zum Brunnen.

Videos Dünenausflug

Video 1           Video 2

(Zum Abspielen DSL oder ähnlich schnelles erforderlich, Videos kodiert mit MS Media 7, 320*240, 384 Kbit/s)

Von dort ging es die 23 Km zurück zur Straße, wo wir erst mal wieder Luft auf die Reifen pumpten.


Insgesamt eine sehr schöne Tour zum Fahren, ok mit einigen Umfallern dabei, aber da kamen wir eben nicht drumrum. Uns bzw. den Kisten ist aber nichts weiter passiert.

.





 

nächste Seite