Tunesien - Tour April/Mai 2004

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Tataouine


Wir hatten uns das Hotel Hamsa ausgesucht. Das DZ kostete uns 21 TD incl. Frühstück. Es ließ sich dort recht gut aushalten: sauber, ordentlich, freundliche Leute, nur das Zimmer hatte kein eigenes Bad. Die Mopeds konnten wir in dem hoteleigenen Abstellraum über Nacht abstellen. Im Gebäude neben dem Hotel gibt es ein Internetcafe.


Am nächsten Tag fuhren wir zunächst nach Douirat, das wir uns näher ansahen. Merkwürdigerweise waren wir die einzigen Touris dort und konnten uns somit alles in Ruhe ansehen. Ein Einheimischer unterhält einen kleinen Laden in den Ruinen. Wer also was zu trinken benötigt, wird hier fündig. Von Douirat aus fuhren wir die Asphaltstraße Richtung Chenini. Durch nicht allzu hohe Berge schlängelt sich die Straße und es macht viel Spaß auf ihr zu fahren. Unterwegs findet man zahlreiche kleine Oasen, bei denen man eine Pause einlegen kann. Ich muß sagen, für mich mit eine der schönsten Ecken, durch die ich in Tunesien gefahren bin.

Video-Einblicke in Douirat und Chenini

Douirat           Chenini

(Zum Abspielen DSL oder ähnlich schnelles erforderlich, Videos kodiert mit MS Media 7, 320*240, 384 Kbit/s)


Chenini ist schon deutlich touristischer erschlossen. Da wir uns noch die Speicherburgen südöstlich von Tataouine ansehen wollten, verzichteten wir auf einen Rundgang, genossen das Panorama bei einer Flasche Cola und fuhren zurück nach Tatouine, um von dort Richtung Beni Barka zu fahren.

Die Fahrt zum Ksour Tounkett entpuppte sich als Schotterpiste, auf der man kräftig durchgerüttelt wurde. Für die Hinterradabdeckung meiner Kiste war es wohl zu viel rütteln. Marcus, der hinter mir fuhr, gab mir Zeichen, dass etwas nicht stimmte: die Abdeckung ist im hohen Bogen weggeflogen. Ich hatte erst gedacht, dass das Hinterrad einen dicken Stein oder einen Stock mit hochgezogen hatte, bei der Überprüfung von Marcus Abdeckung stellten wir aber fest, dass auch seine schon eine Reihe von Rissen hatte. Es war also eindeutig ein Materialfehler. Nun, bei mir war schon alles abgerissen, deshalb schraubte Marcus seine Abdeckung vorsichtshalber ab, da absehbar war, dass sie bei ihm auch wohl die nächsten Tage nicht mehr durchhalten würde. Über die "Panoramapiste" sind wir dann nach Ouled Soltane gefahren, wo wir das dort befindliche schöne Ksar besichtigten. Nach einer Cola, die man im Ksar für 1 TD bekommt, fuhren wir dann zurück nach Tatouine.

Video-Einblick Ouled Soltane

Video

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Da wir soweit das Meiste gesehen hatten, zogen wir am nächsten Tag weiter. Zunächst fuhren wir jedoch bis zur alten Stadt Guermessa. Hierzu biegt man nach dem Ort links in die Schotterpiste Richtung Ghilane ein, nach gut drei weiteren Kilometern führt dann eine Piste zu den alten Ruinen (man beachte das verrostete Schild). Nach einem kleinen Spaziergang oben auf dem Berg fuhren wir dann nach Haddada, wo wir den nächsten Stop einlegten. Die alte Gorfa-Anlage war Drehort für Krieg der Sterne. Man sollte deshalb aber ob der Anlage keine "Ohs" oder "Ahs" erwarten. Sie ist ein Besuch wert, aber nichts "dramatisches". Das nächste Ziel war Hallouf, das wir nach einer kleinen Suche auf dem letzten Stück auch fanden. Die Anlage ist sehr schön und umgeben von mehreren Bergen auch in einer "idyllischen" Lage. Viel zu "entdecken" gibt es hier aber auch nicht und so fuhren wir, nachdem wir 2 Cola eingeworfen haben, weiter. Wir wollten über eine Piste noch Matmata erreichen, verfehlten natürlich aber prompt die Abzweigung und fanden uns dann am Ende der Asphaltstraße an zwei Richtungsschildern nach Ghilane und Soltane wieder. Auf dem Weg zurück fanden wir dann die Abzeigung zur Piste (im Reise-Know-How 98 als "P9" bezeichnet) und bogen Richtung Norden ab.


Nach kurzer Zeit teilte sich die Piste ohne dass es Hinweisschilder gab. Unser Reiseführer gab keine entsprechende Beschreibung her und so folgten wir der rechten Spur, da dort mehr Reifenabdrücke zu sehen waren. Wir kamen in ein langgestrecktes Dorf hinein. Dort gab es aber auch keine Hinweise oder Schilder. So folgten wir der "Hauptpiste", bis wir irgendwann auf einem Bauernhof und vor ein paar verduzt guckenden Leuten standen. Wir sprachen die Leute auf Matmata an und diese schickten uns wieder zurück zum Dorf. Dort sollte es rechts abgehen. Wir fanden aber keinen Rechtsabzweiger und ein bischen genervt fuhren wir wieder bis zur Weggabelung zurück. Diesmal folgten wir der linken Spur. Nach einiger Zeit reihte sich von links kommend ein weiterer Weg ein und es ging anschließen einen Berg hoch. Ich ahnte schon, dass uns dieser Weg wieder bis zum Dorf führen würde, und so war es dann auch.

Video-Einblicke

Haddada           Hallouf

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Auf dem sehr steinigen Stück "quälten" sich unsere Bikes wieder bis zum Dorf. Dort fragten wir erneut nach dem Weg. Die Leute schickten uns denselben Weg wieder zurück, auf dem wir gekommen waren und meinten, wir sollten ihm immer geradeaus folgen. Ok, dachten wir, probieren wir es mal aus. Was hätten wir sonst auch schon tun können? Wir also wieder zurück, nur diesmal bogen wir dann in die Piste ein, die zuvor in die Hauptpiste eingemündet war. Laut GPS-Gerät näherten wir uns dann auch stetig Matmata. Die Strecke an sich war meist gut befahrbar, wenngleich man auch nicht schnell fahren konnte.

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Meist ging es nur im zweiten oder dritten Gang voran. Aber die Gegend war sehr schön, gelegentlich traf man auch Beduinen bzw. deren Schafherden. Insgesamt also auch eine schöne Tour. Erst nach Sonnenuntergang erreichten wir Matmata.



 

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