Tataouine
Wir hatten uns das Hotel Hamsa ausgesucht. Das DZ kostete
uns 21 TD incl. Frühstück. Es ließ sich dort recht gut aushalten: sauber, ordentlich,
freundliche Leute, nur das Zimmer hatte kein eigenes Bad. Die Mopeds konnten wir in dem
hoteleigenen Abstellraum über Nacht abstellen. Im Gebäude neben dem Hotel gibt es ein
Internetcafe.
Am nächsten Tag fuhren wir zunächst nach Douirat, das wir uns näher ansahen.
Merkwürdigerweise waren wir die einzigen Touris dort und konnten uns somit alles in Ruhe
ansehen. Ein Einheimischer unterhält einen kleinen Laden in den Ruinen. Wer also was zu
trinken benötigt, wird hier fündig. Von Douirat aus fuhren wir die Asphaltstraße
Richtung Chenini. Durch nicht allzu hohe Berge schlängelt sich die Straße und es macht
viel Spaß auf ihr zu fahren. Unterwegs findet man zahlreiche kleine Oasen, bei denen man
eine Pause einlegen kann. Ich muß sagen, für mich mit eine der schönsten Ecken, durch
die ich in Tunesien gefahren bin.
Video-Einblicke in
Douirat und Chenini
Douirat
Chenini
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Chenini ist schon deutlich touristischer erschlossen. Da wir uns noch die Speicherburgen
südöstlich von Tataouine ansehen wollten, verzichteten wir auf einen Rundgang, genossen
das Panorama bei einer Flasche Cola und fuhren zurück nach Tatouine, um von dort Richtung
Beni Barka zu fahren.
Die Fahrt zum Ksour Tounkett entpuppte sich als Schotterpiste, auf der man kräftig
durchgerüttelt wurde. Für die Hinterradabdeckung meiner Kiste war es wohl zu viel
rütteln. Marcus, der hinter mir fuhr, gab mir Zeichen, dass etwas nicht stimmte: die
Abdeckung ist im hohen Bogen weggeflogen. Ich hatte erst gedacht, dass das Hinterrad einen
dicken Stein oder einen Stock mit hochgezogen hatte, bei der Überprüfung von Marcus
Abdeckung stellten wir aber fest, dass auch seine schon eine Reihe von Rissen hatte. Es
war also eindeutig ein Materialfehler. Nun, bei mir war schon alles abgerissen, deshalb
schraubte Marcus seine Abdeckung vorsichtshalber ab, da absehbar war, dass sie bei ihm
auch wohl die nächsten Tage nicht mehr durchhalten würde. Über die
"Panoramapiste" sind wir dann nach Ouled Soltane gefahren, wo wir das dort
befindliche schöne Ksar besichtigten. Nach einer Cola, die man im Ksar für 1 TD bekommt,
fuhren wir dann zurück nach Tatouine.
Video-Einblick Ouled
Soltane
Video
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Da wir soweit das Meiste gesehen hatten, zogen wir am nächsten Tag weiter. Zunächst
fuhren wir jedoch bis zur alten Stadt Guermessa. Hierzu biegt man nach dem Ort links in
die Schotterpiste Richtung Ghilane ein, nach gut drei weiteren Kilometern führt dann eine
Piste zu den alten Ruinen (man beachte das verrostete Schild). Nach einem kleinen
Spaziergang oben auf dem Berg fuhren wir dann nach Haddada, wo wir den nächsten Stop
einlegten. Die alte Gorfa-Anlage war Drehort für Krieg der Sterne. Man sollte deshalb
aber ob der Anlage keine "Ohs" oder "Ahs" erwarten. Sie ist ein Besuch
wert, aber nichts "dramatisches". Das nächste Ziel war Hallouf, das wir nach
einer kleinen Suche auf dem letzten Stück auch fanden. Die Anlage ist sehr schön und
umgeben von mehreren Bergen auch in einer "idyllischen" Lage. Viel zu
"entdecken" gibt es hier aber auch nicht und so fuhren wir, nachdem wir 2 Cola
eingeworfen haben, weiter. Wir wollten über eine Piste noch Matmata erreichen, verfehlten
natürlich aber prompt die Abzweigung und fanden uns dann am Ende der Asphaltstraße an
zwei Richtungsschildern nach Ghilane und Soltane wieder. Auf dem Weg zurück fanden wir
dann die Abzeigung zur Piste (im Reise-Know-How 98 als "P9" bezeichnet) und
bogen Richtung Norden ab.
Nach kurzer Zeit teilte sich die Piste ohne dass es Hinweisschilder gab. Unser
Reiseführer gab keine entsprechende Beschreibung her und so folgten wir der rechten Spur,
da dort mehr Reifenabdrücke zu sehen waren. Wir kamen in ein langgestrecktes Dorf hinein.
Dort gab es aber auch keine Hinweise oder Schilder. So folgten wir der
"Hauptpiste", bis wir irgendwann auf einem Bauernhof und vor ein paar verduzt
guckenden Leuten standen. Wir sprachen die Leute auf Matmata an und diese schickten uns
wieder zurück zum Dorf. Dort sollte es rechts abgehen. Wir fanden aber keinen
Rechtsabzweiger und ein bischen genervt fuhren wir wieder bis zur Weggabelung zurück.
Diesmal folgten wir der linken Spur. Nach einiger Zeit reihte sich von links kommend ein
weiterer Weg ein und es ging anschließen einen Berg hoch. Ich ahnte schon, dass uns
dieser Weg wieder bis zum Dorf führen würde, und so war es dann auch.
Video-Einblicke
Haddada
Hallouf
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Auf dem sehr steinigen Stück "quälten" sich unsere Bikes wieder bis zum
Dorf. Dort fragten wir erneut nach dem Weg. Die Leute schickten uns denselben Weg wieder
zurück, auf dem wir gekommen waren und meinten, wir sollten ihm immer geradeaus folgen.
Ok, dachten wir, probieren wir es mal aus. Was hätten wir sonst auch schon tun können?
Wir also wieder zurück, nur diesmal bogen wir dann in die Piste ein, die zuvor in die
Hauptpiste eingemündet war. Laut GPS-Gerät näherten wir uns dann auch stetig Matmata.
Die Strecke an sich war meist gut befahrbar, wenngleich man auch nicht schnell fahren
konnte.
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Meist ging es nur im zweiten oder dritten Gang voran. Aber die Gegend war sehr
schön, gelegentlich traf man auch Beduinen bzw. deren Schafherden. Insgesamt also auch
eine schöne Tour. Erst nach Sonnenuntergang erreichten wir Matmata.
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